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Neue Heizkessel

Viele veraltete Heizkessel müssen laut Bundes-Immissionsschutzverordnung (BImSchV) bald ausgetauscht werden, denn ab 1.11.2004 gelten strengere Abgasverlustwerte für Gas- und Ölheizungen: Heizkessel mit einer thermischen Leistung von 4 bis 25 kW dürfen einen Abgasverlustwert von 11% nicht überschreiten. Dieser Wert wird vom Schornsteinfeger gemessen und in das Messprotokoll eingetragen. Und bis zum 31.12.2006. sind laut Energieeinsparverordnung (EnEV) solche Öl- und Gasheizkessel außer Betrieb zusetzen, die vor Oktober 1978 eingebaut wurden. Unabhängig von diesen Vorschriften dient als Orientierung für die Nutzungsdauer von Anlagenkomponenten die VDI 2067. Demnach sind Heizkessel nach 18 bis 20 Jahren verbraucht, Gebläsebrenner nach 12 bis 15 Jahren sowie Armaturen und Tank (Stahlblech) nach 20 Jahren.

Heizungsmodernisierung ist oberstes Gebot

"Energiesparendes Heizen und Heizungsmodernisierung sind heute mehr denn je Herausforderungen, denen wir uns stellen müssen."

Mit diesen Worten hat Bundes-
wirtschaftsminister Dr. Werner Müller zur Erneuerung technisch veralteter Anlagen aufgerufen. Trotz aller bisher erzielten Erfolge herrsche noch immer großer Modernisierungsbedarf.

Über ein Drittel des gesamten Endenergieverbrauchs in Deutschland gehe auf das Konto der Gebäudeheizung und der Warmwasserbereitung, erläuterte Müller in einem Beitrag für die Verbraucherzeitung „oilala“. Deshalb seien in diesem Bereich die Energieeinsparreserven auch besonders hoch – sei es durch verbesserten Wärmeschutz oder durch die Erneuerung energieverschwendender Altanlagen.

Wie hoch die Sparpotentiale sind, machen ein paar Zahlen deutlich. So müssen laut novellierter Kleinfeuerungsanlagenverordnung in den nächsten fünf Jahren rund zwei Millionen Ölheizungen nachgebessert werden. Eine möglichst frühzeitige Modernisierung, so das Institut für wirtschaftliche Oelheizung e. V. (IWO), zahlt sich in jedem Fall aus. Denn im Vergleich mit einer technisch überholten Heizung verbraucht die moderne Ölheizung bis zu 30 Prozent weniger Brennstoff. Und ein Öl-Brennwertkessel bringt es sogar auf 40 Prozent Einsparpotential.

Dieser Energiespareffekt hat seinen Ursprung in der hohen Energieausnutzung moderner Öl-Units. Aufgrund technischer Verbesserung und optimaler Abstimmung der einzelnen Komponenten setzt die moderne Ölheizung den eingesetzten Brennstoff zu 92 und mehr Prozent in Nutzenergie um. Deutlich verringerte Auskühlungs-, Oberflächen- und Abgasverluste gegenüber einer Altanlage bringen es bei der modernen Ölheizung auf diesen Top-Wert.

Kein Wunder, dass unter allen Energiesparmaßnahmen am Haus die Erneuerung einer veralteten Heizung das günstigste Kosten-Nutzen-Verhältnis
aufweist. Die Heizungsmodernisierung sollte deshalb stets der erste Schritt sein, wenn Altbauten energetisch saniert werden. Erst danach macht auch eine Verbesserung des Wärmeschutzes Sinn, die erheblich höhere Investitionen erfordert.

Als Devise für die wärmetechnische Sanierung gibt Bundeswirtschaftsminister Werner Müller aus: "Alle angestrebten Maßnahmen müssen wirtschaftlich vertretbar sein. Weder den Unternehmen noch den privaten Haushalten kann Energieeinsparung um jeden Preis zugemutet werden. Es sind also intelligente Lösungen gefragt."

Ob sich eine Heizkessel-Modernisierung im Einzelfall lohnt ist aus der individuellen Heizkessel-Analyse im Modernisierungskompass erfahrbar. Hier kostenlos nutzbar zum Modernisierungs-Kompass.

Quelle: IWO